Beef Vindaloo – ein Rezept für ein etwas anderes Rindergulasch, oder ein Ausflug in die indische Küche

Wir haben in unserem Leben bisher Indien noch nicht bereisen dürfen. Allerdings finden wir beide die dortige Küche sehr spannend. Mich spricht unter anderem die Gewürzvielfalt an. Curry, Kardamom, Chili, Nelken und Sternanis, sind nur ein paar Vertreter der Aromen, welche oftmals in der indischen Küche eine Rolle spielen. Leider habe ich oft das Problem, dass ich die Schärfe nicht so gut vertrage, und deshalb eigentlich nicht gern indisch „auswärts“ essen gehe. Zu Hause, ist das dann gleich eine andere Hausnummer, denn hier kann man sich sein Gericht so würzen und schärfen, wie man es gern hat.

Da wir frisches Rindfleisch vom Bauern bekommen haben, hat sich uns die Frage gestellt, was wir mit dem beinhalteten Gulaschfleisch machen. Immer nur normales Gulasch, wollte ich vermeiden, und hab mich deshalb auf die Suche nach einer spannenderen Variante gemacht. Im Internet bin ich dann auf „Beef Vindaloo“ gestoßen. Die meisten von euch denken jetzt bestimmt: Rindfleisch im Land der heiligen Kuh? – Da stimmt doch etwas nicht. Aber tatsächlich wurde das Gericht in Goa entwickelt, welches bis in die 1960er Jahre unter portugiesischer Kolonialverwaltung stand. Demnach bekannten sich auch viele Menschen zum Christentum, in welchem Jahr bekanntermaßen, der Verzehr von Rindfleisch erlaubt ist.

Mittlerweile kann man auch fertige Vindaloo-Currypasten in entsprechenden Märkten kaufen. Wir haben uns allerdings dazu entschieden, diese selbst herzustellen. Die Herstellung der Paste könnt ihr am besten schon am Vortag übernehmen, damit das Fleisch in der Marinade gut durchziehen kann.

Am besten kann die Marinade einziehen, wenn sie über Nacht einwirken darf. Also am besten schon am Vortag starten.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 700g Rindergulaschfleisch
  • 1 Aubergine
  • 4 Stangen Staudensellerie
  • 1 Tomate
  • 1 kleine Packung passierte Tomaten
  • 2 weiße Zwiebel
  • 5 Knoblauchzehen
  • 1 TL Chilipulver
  • 1 – 2 TL Zimt
  • 1 TL gemahlene Nelken
  • 1 TL Pfefferkörner
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL klein geschnittener Ingwer
  • 2 TL Kurkuma
  • etwas Salz
  • etwas Öl zum Anbraten
  • 3 EL Rotweinessig oder Himbeeressig
  • 1,5l Wasser (oder halb Wasser, halb Gemüsebrühe)

Zubereitung:

Sollte euer Gulaschfleisch noch im Ganzen sein, so entfernt sämtliche Sehnen und Silberhäutchen und schneidet das Fleisch in mundgerechte Stücke.

In ein hohes Gefäß werden nun Knoblauchzehen, Chilipulver, Zimt, Nelken, Pfefferkörner, Koriandersamen, Ingwer, Kurkuma und etwas Salz gegeben, und dies gemeinsam mit dem Inhalt des passierten Tomaten-Päckchens fein mit einem Mixstab püriert. Die Marinade nun gemeinsam mit dem Essig über die Fleischstückchen geben und in einer verschlossenen Schüssel im Kühlschrank für ca. 2 Stunden (am besten über Nacht) marinieren lassen.

Die Zwiebel schälen und klein schneiden und in etwas Öl in einem großen Bräter glasig werden lassen. Das gewürzte Fleisch inklusive Marinade hinzugeben und scharf anbraten bzw. Farbe nehmen lassen. Bilden sich am Boden des Topfes Röststoffe, kann mit dem Wasser/Brühe abgelöscht werden. Die ersten 1,5 Stunden sollte das Gulasch nun mit offenem Deckel vor sich hin garen (nicht zu heiß).

In der Zwischenzeit die Tomate und den Stangensellerie in kleine Stücke schneiden. Die Aubergine in ca. daumendicke Scheiben schneiden und auf einem Brett auflegen. Von beiden Seiten ordentlich einsalzen und ca. 20 Minuten warten, bis die Auberginen Wasser abgeben. Dies nun mit einem Küchenkrepp abtupfen und die Scheiben in grobe Würfel schneiden.

Nach ca. 1,5h einmal testen, wie weich das Fleisch schon ist. Das Gemüse hinzugeben und den Deckel halb auf den Topf legen. Nun noch weitere 15 – 30 Minuten schmoren, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist, bzw. das Fleisch schön weich ist.

Wir haben bei unserer Version etwas Karfiol-Reis mit Mandeln als Beilage gereicht

Als Beilage zu diesem Schmorgericht eignet sich Reis, Pfannenbrot oder Karfiolreis bzw. auch unser Rezept für einen lowcarb-Knödl – findet ihr hier: https://kitchenlover.net/2021/01/16/schwammerlgulasch-mit-lowcarb-knoedl/

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