Shakshuka – Israel und Nordafrika lassen grüßen

Shakshuka ist eine Spezialität aus dem nordafrikanischen bzw. israelischen Raum. Übersetzt aus dem Arabischen bedeutet das Gericht relativ einfach „Mischung“. In Israel ist diese Mahlzeit, welche hauptsächlich aus einer dicken Tomatensoße und darin pochierten (versunkenen) Eiern besteht Hauptsächlich als Frühstück konsumiert. Allerdings wurde mir auch geflüstert, dass es ein Gericht ist, welches gerne auch rund um die Uhr auf den Tisch kommt. Nachdem wir es das erste Mal zubereitet haben, wusste ich auch warum. Es ist relativ schnell zubereitet – die Zutaten hat man (zumindest wir) meist auf Vorrat zu Hause – und es ist eine sättigende Mahlzeit, die ein wohliges Gefühl hinterlässt.

Beim Zubereiten der Shakshuka gilt es meiner Meinung nach drei Dinge zu beachten, damit man sicher ist, dass nichts schief läuft:

  • die Zubereitung muss in einer Pfanne erfolgen (bitte keinen Topf verwenden)
  • Das Tomatenragout muss Zeit bekommen, um gut einkochen zu können und schön dick, cremig sein
  • die Eier müssen langsam stocken (kleine Flamme)

Wir mögen das Gericht besonders gerne am Wochenende, wenn wir vormittags eine Runde in der Natur waren, uns ausgepowert haben und beim Heim kommen der Magen schon knurrt. Relativ schnell ist das Pfannengericht fertig und während des Stockens bzw. Einkochens der Soße, kann man noch kurz unter die Dusche hüpfen 🙂

Zutaten für 2:

  • 1 kleine Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 gelbe Paprika
  • 1 große Tomate
  • 1 Flasche (ca 700ml) Tomaten-Passata
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 4 Eier
  • Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, gem. Koriander, geräucherter Paprika, etwas gem. Chilipulver
  • etwas Öl zum Anbraten
  • zum Dekorieren: Kapern, kleine Chilischoten, Koriandergrün

Zubereitung:

Die rote Zwiebel und der Knoblauch werden fein gehackt und in einer Pfanne mit etwas Öl angebraten. In der Zwischenzeit kann man damit beginnen den Paprika und die Tomaten zu würfeln. Diese werden nun ebenfalls in die Pfanne gegeben und angeschwitzt. Mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und dem gem. Koriander würzen und anschließend mit der Tomaten-Passata ablöschen.

Das Tomatenragout braucht nun Zeit, um einreduzieren zu können. Hierfür empfehlen wird, die Hitze der Platte etwas zu reduzieren und unter gelegentlichem Rühren für ca. 15 Minuten die Mischung köcheln zu lassen. Wer mag kann nun noch mit etwas Schärfe (zum Beispiel Chiliflocken arbeiten). Hat das Ragout eine dickliche Konsistenz erreicht, formt man mit einem Löffel vier Vertiefungen in die Soße.

Die Eier nun einzeln in eine kleine Form aufschlagen (zB Espresso-Tasse) und danach einzeln in die jeweiligen Mulden gießen (vorsichtig). Die Hitze nun stark reduzieren (max. Stufe 2) und die Eier langsam stocken lassen. Wir haben ganz gute Erfahrungen gemacht, ab jetzt mit einem Deckel zu arbeiten. Damit keine weitere Flüssigkeit der Sauce verdampft.

Sind die Eier dem gewünschten Gar-Grad entsprechend, kann die Pfanne vom Herd genommen werden. Wir streuen gern noch ein paar Kapern, Chilis, Koriandergrün und fein geschnittene Ringe von Frühlingszwiebeln etc. darüber und lassen es uns mit einer Scheibe Brot schmecken.

PS: Nicht dem Original entsprechend, aber trotzdem sehr lecker ist es, wenn man beim Anschwitzen der Zwiebeln bereits ein paar Speckwürfel mit brät. Die verleihen dem Pfannengericht ein würziges Aroma.

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