Beef Vindaloo – ein Rezept für ein etwas anderes Rindergulasch, oder ein Ausflug in die indische Küche

Urlaubserinnerungen mit Pfiff – Beef Vindaloo

Wir haben in unserem Leben bisher Indien noch nicht bereisen dürfen. Allerdings finden wir beide die dortige Küche sehr spannend. Mich spricht unter anderem die Gewürzvielfalt an. Curry, Kardamom, Chili, Nelken und Sternanis, sind nur ein paar Vertreter der Aromen, welche oftmals in der indischen Küche eine Rolle spielen. Leider habe ich oft das Problem, dass ich die Schärfe nicht so gut vertrage, und deshalb eigentlich nicht gern indisch „auswärts“ essen gehe. Zu Hause, ist das dann gleich eine andere Hausnummer, denn hier kann man sich sein Gericht so würzen und schärfen, wie man es gern hat.

Da wir frisches Rindfleisch vom Bauern bekommen haben, hat sich uns die Frage gestellt, was wir mit dem beinhalteten Gulaschfleisch machen. Immer nur normales Gulasch, wollte ich vermeiden, und hab mich deshalb auf die Suche nach einer spannenderen Variante gemacht. Im Internet bin ich dann auf „Beef Vindaloo“ gestoßen. Die meisten von euch denken jetzt bestimmt: Rindfleisch im Land der heiligen Kuh? – Da stimmt doch etwas nicht. Aber tatsächlich wurde das Gericht in Goa entwickelt, welches bis in die 1960er Jahre unter portugiesischer Kolonialverwaltung stand. Demnach bekannten sich auch viele Menschen zum Christentum, in welchem Jahr bekanntermaßen, der Verzehr von Rindfleisch erlaubt ist.

Mittlerweile kann man auch fertige Vindaloo-Currypasten in entsprechenden Märkten kaufen. Wir haben uns allerdings dazu entschieden, diese selbst herzustellen. Die Herstellung der Paste könnt ihr am besten schon am Vortag übernehmen, damit das Fleisch in der Marinade gut durchziehen kann.

Honeymoon und Vindaloo

Als wir 2022 Mauritius kennen lernen durften, haben wir natürlich auch die Vielfalt der hiesigen Kulinarik im wahrsten Sinne des Wortes verinnerlicht. Es ist eine tolle Erfahrung, wenn ein Land davon lebt, dass es eine kulturelle, als auch kulinarische Vielfalt der Extra-Klasse aufweist.

Abends durften wir wunderbare Sonnenuntergänge am Strand genießen, zu denen herrliche Gerichte und guter Wein serviert wurden. Ein Gericht, welches sich ganz tief in meine Synapsen, aber auch meine Geschmacksknospen eingebrannt hat, war das Curry Vindaloo mit Tintenfisch. Da Tintenfisch bei vielen nicht so gut ankommt, habe ich mich hier auf eine Variante bezogen, die euch bestimmt auch viel Spaß bereiten wird.

Musik von Einheimischen, Flughunde in den Palmen, welche einem beim Verzehr des Beef Vindaloo zugucken und das herzliche Personal machten jeden Abend zu einem Highlight. Ich hoffe, wenn ihr das Rezept ausprobiert, könnt ihr euch zumindest ansatzweise vorstellen, wie traumhaft diese Erlebnisse waren.

Beef Vindaloo – ein Rezept für ein etwas anderes Rindergulasch, oder ein Ausflug in die indische Küche

Portionen

4

Portionen
Zubereitungszeit

2

Stunden 

30

Minuten

Zutaten

  • 700g Rinder-Gulasch-Fleisch
    1 Aubergine
    1/4 kleiner Kürbis
    1 Tomate
    1 Dose gehackte Tomaten
    2 weiße Zwiebeln
    4 Knoblauchzehen

  • 1 TL Chilipulver
    1-2 TL Zimt
    1 TL gemahlene Nelken
    1 TL Pfeffer
    1 TL Ingwerpulver
    1 TL Zitronengraspulver
    1 TL Koriander gemahlen
    2 TL Kurkuma
    3 EL Rotweinessig

  • etwas Salz
    etwas Öl zum Anbraten

  • 1,5 L Wasser oder Gemüsebrühe

Anweisungen

  • Das Fleisch von möglichen Sehnen oder zu viel Fett befreien. In einem hohen Gefäß die Tomaten aus der Dose mit allen Gewürzen und dem Essig fein pürieren. Das Fleisch in eine Schüssel geben und mit dieser Marinade übergießen und am besten über Nacht einwirken lassen.
  • Die Zwiebel schälen und klein schneiden und in etwas Öl in einem großen Bräter glasig werden lassen. Das gewürzte Fleisch inklusive Marinade hinzugeben und scharf anbraten bzw. Farbe nehmen lassen. Bilden sich am Boden des Topfes Röststoffe, kann mit dem Wasser/Brühe abgelöscht werden. Die ersten 1,5 Stunden sollte das Gulasch nun mit offenem Deckel vor sich hin garen (nicht zu heiß).
  • Die Tomate, Aubergine und den Kürbis in etwa gleich große Würfel schneiden. Die Aubergine einsalzen und warten, bis sie Wasser verliert. Dieses abtupfen.
  • Nach ca. 1,5h einmal testen, wie weich das Fleisch schon ist. Das Gemüse hinzugeben und den Deckel halb auf den Topf legen. Nun noch weitere 15 Minuten schmoren, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist, bzw. das Fleisch schön weich ist.

Wie genießt man das Beef Vindaloo am besten?

Das Beef Vindaloo kann man wohl am besten Vergleichen mit einem Gulasch, für Leute, die sich jetzt aufs erste wenig vorstellen können. Okay – zugegeben, jeder der von der indischen Küche auch nur ein ganz klein wenig versteht, wird jetzt die Hände über den Kopf zusammen schlagen.

Mit dem Gemüse in dem Curry könnt ihr variieren, wie es euch beliebt. Ich finde gerade im Herbst eignet sich Kürbis hervorragend. Dieser sorgt durch seine Stärke auch dafür, dass das Beef Vindaloo eine angenehme Konsistenz erreicht.

Zusammen mit dem gelben Couscous ein Farbenspiel – Beef Vindaloo

Da bei solchen Gerichten oftmals die Frage gestellt wird, was denn wohl am besten dazu gegessen werden kann, möchte ich euch an dieser Stelle ein paar Inspirationen bieten. Die wohl klassischte Beilage ist Reis (getoppt mit ein paar Mandeln). Ich habe beim neuerlichen Kochen des Rezepts auf Couscous gesetzt. Diesen kann man beim Garen mit etwas Kurkuma verfeinern, um eine schöne Gelbfärbung zu erreichen. Wer Spaß am Backen oder am Ausbacken von Pfannenbrot hat, kann sich natürlich auch die Mühe machen und ein Naan-Brot oder ähnliches zubereiten, wobei es hierfür mittlerweile auch ganz gute TK-Produkte im Fachmarkt gibt.

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