Restaurant Mühlbacher – eine genussvolle Adresse im Andräviertel

Schlichte Eleganz – ich glaube selten hat diese Formulierung so gut zugetroffen wie bei der Beschreibung des Restaurant Mühlbacher in der Franz-Josef-Straße in Salzburg. Aktuell kann man sich von Donnerstag bis Sonntag einen Tisch sichern und sich von dem Gaumenschmaus und dem Können der Küche und des Services überzeugen.

Da die ländliche Tradition des „Maibaum aufstellens“ ja nicht wirklich etwas für uns zwei ist, haben wir uns entschieden, unseren 1. Mai ein wenig anders zu verbringen. Da kam uns das Event im Mühlbacher gerade gelegen. Patrick und sein Team hat zum Izakaya geladen. Ihr fragt euch was das ist? Nun ich musste auch für einen kleinen Gedankenaustausch meine bessere Hälfte bemühen aber schnell war geklärt, dass es die fantastische Idee war Asien nach Salzburg zu holen. Ein asiatisches Tapas-Menü der Extraklasse stand uns bevor.

Bereits beim Betreten des Restaurants war mir klar, hier kann man sich wohl fühlen. Eine angenehme Wandfarbe, ein wunderschöner und einladender Lounge-Bereich und die Weinkarte macht einen sprachlos – Weinkarte? Nein in Wahrheit handelt es sich um eine wunderbare Ausstellung der Weine, die gereicht werden und jeder Gast kann sich einfach anhand von informativen Kärtchen auf den Flaschen ein Bild machen. Und wer mich kennt, weiß: Wenn ich auf einem Wein-Etikett „Toast Hawaii“ lese, gibts kein halten mehr und innerhalb von wenigen Minuten hat sich der erste Schluck Weißwein in mein Glas gefüllt.

Während ich mit meinen Augen die vielen kleinen Details des Gastraumes erkundet habe, kam auch schon der erste Leckerbissen an unseren Tisch. „Soja & Ei“ – Klingt wahnsinnig unspektakulär, aber weit gefehlt. Schon vom ersten Bissen an, gab es keine Zweifel mehr, das dies ein ganz besonderer Nachmittag werden wird. Reduziert auf das Wesentliche, so würde ich jedes Gericht beschreiben, dass uns gereicht wurde (und das waren wirklich einige). Möchte man den Stil beschreiben, würde ich fast sagen, dass trotz der asiatischen Aromen, ein zarter Hauch von „nordic cuisine“ durchs Mühlbacher weht. „Chasu & Algenblätter“, „Forelle & Ponzu“ oder „Salatherz & Rind“ es gab nichts, was uns nicht geschmeckt hätte. Wunderschön präsentierte kleine Happen, die Lust auf mehr machten.

Nach diesem Feuerwerk an kalten „Tapas“ warteten wir freudig auf die warmen Speisen. Besonders nett war es, dass sich die Gastgeber zwischen den Mahlzeiten Zeit für uns genommen haben. Wir konnten uns über die Zubereitung der Gerichte austauschen und immer wieder kam wie durch Zauberhand eine neue Kreation an unseren Tisch.

„Schwein & Kartoffel“ – an Zartheit nicht zu überbieten. Schweinebacke auf einem Kartoffelespuma. Aber ganz ehrlich, so locker, luftig und weich kann nicht mal die Prinzessin auf der Erbse geschlafen haben. „Aubergine & Miso“: Eine gegrillte Aubergine (nebst ein paar Pilzen) mit einem Lack, in den man sich tatsächlich rein legen hätte können. Stark gewürzt – gerade an der Grenze, um nicht unangenehm zu werden, aber eben genau das, was es braucht, um eine Geschmacksexplosion zu erreichen. „Rippe & Erdnuss“: Unser absolutes Highlight. Peanut, Koriander und Co haben den Ribs ein kulinarisches Geleit der Extraklasse geboten. Ich denke Carsten war sogar kurz versucht, Nachschlag zu ordern.

Als der Chef die leeren Teller abservierte und ich einen tiefen Seufzer machte, musste ich ihm schnell versichern, dass es sich um keinerlei Kritik handelt, sondern lediglich um einen Zustand kulinarischer Glückseligkeit. Ich wette das kennt ihr auch, wenn ihr richtig gut verköstigt wurdet.

Zum Dessert wurde noch einmal aufgefahren. Mit „Reis & Mango“, sowie „Matcha & Karamell“ kam der Nachmittag zu einem gelungenen Abschluss. Und weil ich so eine ehrliche Haut bin, kann ich euch ja erzählen, dass ich normalerweise, wenn Matcha auf einer Speisekarte steht einen großen Bogen darum mache. Ich mag es einfach nicht, viel schlimmer noch: ich finde es regelrecht schrecklich und hatte somit auch durchaus Respekt vor dem Dessert. Meine Begleitung hatte sich wohl schon gefreut, eine Portion von mir abzustauben, aber eine meiner Devisen ist es: Alles was du bekommst, musst du zumindest probieren. Ihr könnt euch wohl denken, wie die Geschichte ausgegangen ist. Carsten hat keinen Löffel meiner Matcha-Creme brûleé bekommen, weil ich so positiv davon überzeugt war.

Nach 2 Tassen Kaffee, der Zusicherung auf ein Wiedersehen (am besten wenn es die Temperaturen zulassen auf der Terasse ) und dem Gefühl einem kulinarischen Orgasmus verdammt nahe gekommen zu sein, verabschiedeten wir uns von unserem ganz persönlichen 1. Mai – Izakaya.

Im Mühlbacher werden übrigens nicht immer „nur Tapas“ serviert. Normalerweise werdet ihr mit einem Menü verköstigt (ihr entscheidet selbst wie viele Gänge es sein dürfen) und könnt dazu einen der vielen Weine, Cocktails oder anti-alkoholischen Genüsse konsumieren. Für weitere Infos klickt euch gerne auf der Homepage durch:

https://www.restaurant-muehlbacher.com/

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