Gulasch – Oder wie man im Film Knochenmann unangenehmen Besuch verschwinden lässt

Gulasch ist ein Ragout ungarischen Ursprungs. Ein kleiner Fun-Fakt gleich zum Start: Während die Speise, die auch wir in Österreich und auch nahezu dem Rest Europas als Gulasch bezeichnen, heißt sie in Ungarn eigentlich Pörkölt. Die Geschichte des Gulaschs ist eng verbunden mit jener des Paprikapulvers in Europa. Dieser ist ist durch die Belagerung der Türken in Ungarn bekannt geworden und wurde (vor allem, da er billiger war als Pfeffer) zum Würzen von Speisen verwendet.

Wer mich kennt, weiß, dass ich einen gewissen morbiden Humor an den Tag lege. Auch einen Hauch Sarkasmus und ein Verständnis für angeschwärzten Humor schadet nie, wenn man mit mir in Kontakt tritt. Also war mir auch schnell klar, dass ich beim Movie-Monday gerne auch mal eine Grenze überschreiten möchte. Der österreichische Film „Knochenmann“ bietet die Möglichkeit eines meiner liebsten Eintopf-Gerichte mit euch zu teilen. Wenn sich der ein oder andere fragt, warum ich so einen Aufriss um den Film, in Verbindung mit Gulasch mache, dem will ich kurz den Kontent etwas näher bringen.

Der Knochenmann ist ein Film nach der Buchvorlage von Wolf Haas. Der Privatdetektiv Brenner landet in einer Backhendlstation in der Steiermark und dort überschlagen sich quasi die Geschehnisse. Von Rotlichtmillieu, über Erpressung, bis hin zu Mord und einem Gangster, der zu Gulasch vom Wirt verarbeitet wird, ist wirklich alles dabei. Wie man es von Wolf Haas erwartet, ist der Film an grotesksem und schwarzem Humor nicht zu überbieten. Natürlich tragen auch die Hauptdarsteller, Simon Schwarz und Josef Hader, zu dem großen Erfolg des Movies bei. Nur um eines klar zu stellen, das Gericht soll in keinster Weise dazu animieren (oder gar eine Anleitung darstellen), seine Widersacher zukünftig im Kochtopf zu entsorgen.

Für mich gibt es ja zum Gulasch eigentlich nur EINE Beilage: Spätzle! Deshalb haben wir auch unserer Version des Rindergulasch die teigige Beilage zugefügt. Lasst es euch schmecken!

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 kg Rindergulasch-Fleisch (gewürfelt in 3 – 4 cm)
  • 1 kg Zwiebeln (in feine Würfel geschnitten)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 EL Paprikapulver
  • 2 EL Tomatenmark
  • 0,5L Rotwein
  • Salz, Pfeffer, Majoran, gem. Kümmel, Zitronenzesten (von 1 Zitrone)
  • 1 – 2 EL Speisestärke
  • 1 EL Zucker
  • 1L Brühe

  • 400g Mehl griffig
  • 4 Eier
  • 150 – 200ml Wasser
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung:

Den Zucker in einem großen Bräter langsam karamellisieren lassen und anschließend die kleinen Zwiebel-Würfel darin goldgelb andünsten. Die Fleischwürfel hinzugeben und gemeinsam mit dem Tomatenmark und dem Paprikapulver kräftig anrösten.

Die Gewürze hinzufügen und das Fleisch mit Rotwein ablöschen. Die Gewürze hinzufügen und mit der Brühe aufgießen. Nun die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren und bei geschlossenem Deckel das Fleisch weich dünsten (etwa 2 Stunden).

Anschließend das Fleisch aus dem Saft abschöpfen und bei Seite stellen. Die Sauce mit einem Pürierstab fein mixen, falls erforderlich noch mit Gewürzen abschmecken und bei Bedarf mit etwas Speisestärke binden. Das Fleisch wieder in die Sauce geben und bis zum Servieren warm stellen.

Für die Nockerl alle Zutaten in einer Schüssel mit einem Kochlöffel zum Teig schlagen. Steigen Luftbläschen nach oben, ist die Masse fertig. Je nachdem wie ihr euch wohler fühlt, die Spätzle nun, vom Brett schaben, mit einer Presse oder Hobel in Nockerlform ins heiße Salzwasser gleiten lassen. Nach dem Aufkochen die Spätzle kalt abschrecken oder in einer Pfanne mit etwas Butter schwenken.

Für mich gehört zum Gulasch immer ein kleiner Salat. Damit noch etwas Grün auf dem Teller seinen Platz findet, haben wir gebratenen Brokkoli und Bimi (kleiner oder wilder Brokkoli) als Begleiter auf dem Teller platziert.

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