Leber; aber nicht vom Lamm – inspiriert durch das Schweigen der Lämmer

Was braucht es für einen guten Film?

Hervorragende Schauspieler und eine Prise Spannung, gepaart mit einer fesselnden Handlung. Für mich alles zu finden in DEM Film aus 1991 “Das Schweigen der Lämmer”. Der Thriller erzählt davon, wie die FBI-Agentenanwärterin Clarice Starling den Buffalo Bill genannten Serienmörder zur Strecke bringt. Dies gelingt jedoch nur mit der Hilfe eines anderen, inhaftierten Serienmörders, des kannibalistisch veranlagten Psychiaters Hannibal Lecter (Anthony Hopkins). Der Film räumte in 5 der wichtigsten Kategorien den Filmpreis Oscar ab und gehört damit zu den “Big Five”-Gewinnern – eine Auszeichnung für sich.

Ich denke es gibt kaum jemanden, der die Schlüssel-Szenen des Films nicht kennt. Für mich ganz klar, DIE Rolle von Anthony Hopkins und ich vergöttere ihn für diese Darstellung. Kanibalismus wird ja seit jeher als besonders faszinierend eingestuft und das Fressen von Artgenossen oder eigenen Körperteilen schockiert und fesselt uns gleichermaßen. Neutral betrachtet muss man Studien allerdings recht geben, die darlegen, dass ein Mensch als solches im Vergleich zu anderen Beutetieren nicht besonders nahrhaft ist.

Nichts für zarte Gemüter:

” … ich genoss seine Leber mit ein paar Fava-Bohnen, dazu einen ausgezeichneten Chianti.” Jeder der “Das Schweigen der Lämmer” gesehen hat, wird sich an dieses Zitat von Dr. Hannibal Lecter erinnern. Und da wir gerne Grenzen austesten, war natürlich klar, dass einer meiner Lieblingsfilme teil des Movie-Mondays werden muss. Ähnlich wie bereits beim Knochenmann ( https://kitchenlover.net/2022/05/09/gulasch-oder-wie-man-im-film-knochenmann-unangenehmen-besuch-verschwinden-laesst/ ), wollen wir natürlich nicht dazu animieren, jenes Fleisch zu verwenden, dass im jeweiligen Film herangezogen wurde.

Ein Stück rohe Kalbsleber

Wir haben uns für Kalbsleber entschieden. Diese besitzt besonders viel Vitamin A und ist somit wichtig für die Funktionsweise der Augen. Dazu reichen wir eine bunte grüne Mischung an Bohnen. Im Film “Das Schweigen der Lämmer” bezieht man sich auf Fava-Bohnen. In unseren Breiten kennt man diese grünen Bohnen wohl eher unter dem Begriff Saubohnen.

Leber; aber nicht vom Lamm – inspiriert durch das Schweigen der Lämmer

Gang: Rezept
Portionen

2

Portionen

Bestimmt nicht jedermanns Fall, aber dennoch ein besonderer Leckerbissen.

Zutaten

  • Leber
  • 3 – 4 Scheiben Kalbsleber (fingerdick, Haut bereits vom Metzger abgezogen)
    etwas Mehl
    1 TL Butter
    etwas Thymian
    1 Knoblauchzehe
    etwas Cognac
    Öl zum Anbraten

  • Bohnengemüse
  • 1/2 Knoblauchzehe
    1 Schalotte
    Rosmarin und Thymian gehackt
    etwas Bohnenkraut
    1 EL Butter
    200g Fisolen
    100g Saubohnen (ausgelöst)
    Zitronenabrieb
    2 – 3 EL Gemüsebrühe

  • Rotweinzwiebel
  • 3 rote Zwiebel
    2 EL Staubzucker
    1 EL Öl
    etwas Butter
    200ml Rotwein
    400ml Wasser
    100ml Balsamico dunkel
    Rosmarin, Thymian gehackt

  • zusätzlich Salz und Pfeffer

Anweisungen

  • Die Leber mit Salz und Pfeffer würzen, mehlieren und scharf in einer Pfanne, mit Knoblauch und Thymian von beiden Seiten anbraten. Mit Butter und etwas Cognac ablöschen und aus der Pfanne nehmen.
  • Für das Bohnengemüse werden Zwiebel und Knoblauch geschält und klein gewürfelt. In einer Pfanne in etwas Öl anschwitzen und die Fisolen (in kleine Stücke geschnitten) und die Saubohnen beimengen. Mit Brühe abgießen, die Butter hinzugeben und mit Kräutern, Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Für die Rotweinzwiebeln diese schälen und halbieren und anschließend in feine Streifen schneiden. Den Staubzucker in einer Pfanne karamellisieren, die Zwiebel hinzugeben und etwas Öl hinzufügen. Die Zwiebeln darin goldgelb dünsten. Anschließend mit Wasser, Balsamico und Wein aufgießen und so lange einkochen lassen, bis die Zwiebeln weich geworden sind (eventuell muss dafür noch etwas Wasser zugefügt werden). Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gegebenfalls die Flüssigkeit mit etwas Speisestärke binden

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