803 St. Peter Stiftskulinarium – Genießen rund um die Salzburger Festspiele

St. Peter Stiftskulinarium: Immer für eine Überraschung gut

Vor einiger Zeit waren wir bereits zum Brunchen beim “Peter”. Nun gab es ein erfreuliches Wiedersehen im Haubenlokal 803 St. Peter Stiftskulinarium. Die Salzburger Festspiele stehen an. Das Highlight eines jeden Sommers in der Mozartstadt. Prominenz und Kulturbegeisterte geben sich die Klinke in die Hand und freuen sich natürlich auch über kulinarische Genüsse. Aber denen kann natürlich jeder fröhnen und wir haben mal vorab getestet, was euch im diesjährigen Festspiel-Menü erwartet.

Auf jeden Fall ist allein schon das Ambiente an einem lauen Sommerabend nicht zu toppen. Angenehme Beats, die durch die Arkaden säuseln und eine wunderbare, aber aussergewöhnliche Dekoration sorgen für ein besonderes Erlebnis. Wir wurden mit einer unvorstellbaren Herzlichkeit vom Chefsommelier persönlich, Herrn Rakhshan Zhouleh, empfangen und durften mit einem Schlückchen Rosé Champagner in den Abend starten.

Kulinarische Genüsse und exklusiver Wein – wie schön kann das Leben sein

Von Donnerstag bis Samstag werden von 17:00 bis 23:00 im 803 St. Peterstifskulinarium jeweils ein bis zu 7-gängiges Menü oder ein leicht abgewandeltes vegetarisches Ensamble angeboten. Die Zutaten bilden einen wunderbaren Mix, aus Regionalität, Saisonalität und Genüssen rund um den Globus. Fast noch beeindruckender als das angebotene Menü, ist die umfangreiche Weinkarte. Es besteht auch jeweils die Möglichkeit aus unterschiedlichen Weinbegleitungen zu den Menüs zu wählen. Bislang waren wir bei keinem Restaurantbesuch so nachhaltig beeindruckt, von den edlen Weinen, die uns durch den Sommelier, mit viel Charme und Fachwissen präsentiert wurden. Weiters kreiert das 803 gemeinsam mit der Weinmanufaktur Clemens Strobl (Kirchberg am Wagram) eigene edle Tropfen. Chapeau!

Preislich ist bei den aktuell angebotenen Menüs von 67 € (kleinste vegetarische Variante) bis 160 € zu rechnen. Wir durften uns auf die 7-Gang-Variante freuen und uns einmal durch verschiedenste Genüsse aus dem Wasser und vom Land kosten, sowie einem gelungenen Abschluss mit einem fruchtigen Dessert beiwohnen. Wer nach einem Menü noch auf ein Stückchen Käse schwört, findet natürlich auch diesen in einer separaten Anlistung.

Das aktuelle Menü findet ihr direkt auf der Website des 803 bzw. unter folgendem Link: https://www.stpeter.at/achthundertdrei/

Vom Anfang bis zum Ende ein Genuss

Zum Aperitif wird im Haubenlokal 803 eine kleine Variation an Brot, sowie Butter, Obazda und Leinöl gereicht. Die feinen Backwaren werden jeweils aus Sauerteig zubereitet und bestehen aus einem Trio von Brioche mit Malz, einem Weizenbrötchen und einem Mischbrot aus Weizen und Roggen. Danach folgte auch schon der erste von zwei Grüßen aus der Küche: Ebenfalls eine Triologie aus Brandteig mit Liebstöckel, einem Kräuter-Macaron, sowie einem Cromesquis. Dieses kleine gebackene Kügelchen hat sich sofort an mein kulinarisches Herz geschmiegt: knusprig, heiß und gefüllt mit zart geschmolzenem Hartkäse.

In den ersten Gängen des aktuellen Festspielmenüs werden Huchen an Rotkraut und Pata Negra mit Vogerlsalat und Ravioli gereicht. Wenn ich mich entscheiden müsste, dann waren diese Nudeltaschen für mich das kulinarische Highlight des Tages. Die darin enthaltene flüssige Füllung erinnerte mich total an Spaghetti Carbonara und dieses Schmankerl würde ich zu jeder Zeit sofort wieder bestellen. Auch der Huchen, welcher nur mit einem Hauch grobem Salz gewürzt wurde, somit aber perfekt zu dem leicht erdigen Blaukraut passte, konnte uns vollends überzeugen.

In den nächsten beiden Gängen darf man sich an Eierschwammerln mit Rucola und Eigelb freuen, sowie Seeteufel auf einem Bett von Risoni mit einer herrlichen Sauce auf Noilly Prat-Basis. Freunde von Muscheln, dürfen sich im 5. Gang auf etwas ganz Besonderes einstimmen lassen. An unseren Tisch wurden zwei Teller gebracht mit einem Ragout von Chorizzo und Tomate (sehr gschmackig) und selbstgebackenen kleinen Grissini. Doch wo ist die Jakobsmuschel? Diese wird auf einem kleinen Teller separat an den Tisch gebracht, da sie in der eigenen Schale (ummantelt von Teig) gegart wurde und nun für den Gast direkt vor Ort geöffnet wird. Ein wunderbares Erlebnis, welches in weiterer Folge durch den vollmundigen Geschmack noch getoppt wurde. Als Hauptgang gibt es ein Zweierlei von der Waldviertler Ente im 803 St. Peter Stiftskulinarium. Dieses besteht aus einer rosa gebratenen Brust, sowie einem “gezupftem Haxerl”, welches an ein Rillettes erinnerte – köstlich.

Ein süßer Abschluss darf nicht fehlen

Bevor wir das auf der Karte ausgewiesene Dessert serviert bekamen, wurde noch ein kleiner Zwischengang gereicht. Dieser bestand aus Fenchel, Wermut und Schokolade. Wer sich jetzt denkt: “Danke – aber ohne mich”, der sollte sich eines besseren belehren lassen. Die Kombination passt hervorragend und bietet eine wunderbare Einstimmung auf den süßen Schluss des Menüs. Mit Mandel, Thymian-Eis und Meringue, sowie einem Traum aus Himbeer wird dem Abend die Krone aufs Haupt gesetzt. Für mich fast ein bisschen eine Hommage an den Klassiker “Heiße Liebe”.


An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich für die wunderbaren Stunden bedanken und vorallem auch Herrn Rakhshan Zhouleh unseren verbindlichsten Dank aussprechen. Durch seinen gelungenen Service und das unschlagbare Fachwissen, wurde der Abend zu einem atemberaubenden Erlebnis.

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