Schweinsbratenknödl – Das Schwein im Kartoffelmantel als Resteessen

Schweinsbraten ist bei uns ein richtiges Sonntagsessen, das es zwar nicht besonders oft gibt, dafür wird es aber im Fall der Fälle umso mehr gefeiert. Gerne laden wir dazu auch mehrere Personen ein, denn wie sagt schon meine Oma: „Mit einem kleinen Stück Fleisch kriegst keine richtige Soße hin!“. Recht hat sie. Allerdings tritt dann leider auch oftmals der Fall ein, dass man einfach im Vorhinein zu viel Fleisch eingekauft hat und die klassische Schweinsbratensemmel als Jause fürs Büro, hängt einem dann auch schon zu den Ohren raus.

Also musste eine Lösung für die Überbleibsel der letzten Schweinerei her. Ganz nebenbei gemerkt, wir haben dieses Mal das übrig gebliebenen gebratene Schweinefleisch inkl. Soße einfach bis zur „Resteverwertung“ eingefroren. Klappt ganz wunderbar.

Für das folgende Rezept könnt ihr einfach die Reste des letzten Sonntagsbratens verarbeiten. Ein bisschen frisches Kraut und fix einen Erdäpfelteig gemacht und schon könnt ihr von den Überbleibseln schlemmen.

Zutaten für 4:

Kümmelkraut:

  • 1 kleiner Spitzkraut-Kopf
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz, Pfeffer, etwas Kümmel
  • 1 EL Pflanzenöl

Erdäpfelteig:

  • 500g gekochte, passierte mehlige Kartoffeln
  • 2 Eigelb
  • 1 EL Butter flüssige Butter
  • 2 EL Stärke
  • 1 EL Mehl
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Schweinsbratenfüllung:

  • ca. 300g Schweinsbratenreste
  • 1/2 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 ml Bratensoße
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 TL Schweinsbratengewürz
  • etwas Öl
ZuBereitung:

Für das Kraut werden das Spitzkraut und die Zwiebel, sowie der Knoblauch in feine Streifen geschnitten und in einer Pfanne mit etwas Öl angebraten. Mit Salz, Pfeffer und etwas Kümmel (wer keinen ganzen mag nimmt gemahlenen) abschmecken und bei schwacher Hitze das Kraut zusammen fallen lassen.

Die heiß passierten Kartoffeln werden mit Salz, Pfeffer, Muskat gewürzt und mit den Eigelben, der flüssigen Butter und dem Mehl-Stärke-Gemisch mit einem Holzkochlöffel, zu dem Kartoffelteig vermischt. Der Teig sollte kompakt sein und sich nicht feucht anfühlen. Falls nötig, kann noch etwas Stärke hinzugefügt werden. Bis zur weiteren Verarbeitung wird der Kartoffelteig mit einem Geschirrtuch abgedeckt.

Zwiebel und Knoblauch werden für die Füllung in etwas Öl angebraten, bis sie schön gold-gelb sind. Mit dem Bratensaft ablöschen und die Sojasauce, sowie das Tomatenmark hinzugeben. Die Reste der letzten Schweinerei werden nun mit einem Messer klein gehackt und zu dem Sud gegeben. Kräftig umrühren, damit das Fleisch die Sauce gut aufnimmt und mit dem Schweinsbratengewürz abschmecken. Die fertige Füllung auskühlen lassen.

Die Kartoffelteigmasse in 8 gleich große Stücke portionieren und zu Kugeln formen. Den Teig etwa fingerdick flach drücken auf der Hand und in der Mitte des Teiges etwa einen halben EL der Füllung platzieren. Sorgfältig den Teig zusammenschlagen und eine Kugel formen. Achtung, der Teig sollte keine Risse haben.

In einem großen Topf Wasser mit Salz zum Kochen bringen . Die Knödel einmal aufkochen und danach für ca. 10 Minuten mit geschlossenem Deckel ziehen lassen.

Das Kraut, die Knödel und den Bratensaft auf die Teller verteilen und mit in Kürbiskernöl gebratenen Semmelbröseln garnieren.

GUTEN APPETIT!

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