Mohnstriezel – das geflochtene Hefegebäck

Striezel versteht man wahrscheinlich nur in Österreich. In Deutschland und anderen Ländern würde man wohl eher Zopf oder Milchbrot machen. Egal wie man das Gebäck nennt, Hauptsache es schmeckt.

Für mich persönlich ist der Striezel eine wahre Kindheitserinnerung und darf bei einem festlichen Frühstück auch heute noch, nicht fehlen. Klarerweise gabs früher den klassischen Allerheiligenstriezel von der Taufpatin. Als mir dann erklärt wurde, dass der Brauch ja eigentlich nur etwas für Kinder ist, und ich mit 19 keinen Striezel mehr bekommen würde, ist für mich nahezu eine Welt zusammengebrochen. Aus mit der jährlichen Freude auf den 1. November und den damit einhergehendem Zuckerschock.

Nun gut. Mittlerweile hab ich mein Trauma überwunden (hat immerhin 8 Jahre gedauert) und ich habe meinen Herzschmerz in Energie umgewandelt und backe nun einfach selbst meine Striezel. Naja, ich will ehrlich zu euch sein, meist lasse ich meine Striezel backen, weil ich einfach ein wenig schlecht Erinnerungen an „Germteige“ habe. Aber mit dem folgenden Rezept klappt es wirklich ausgezeichnet (schaff sogar ich) und das Ergebnis ist ein super saftiger Striezel, in unserem Fall mit Mohnfülle. Am besten schmeckt der, mit etwas Marmelade und einem Glas Milch.

Zutaten für 2 Striezel:
  • 1 kg Mehl
  • 500ml Milch
  • 60g Hefe
  • 100g Butter
  • 100g Zucker
  • 60g Eigelb (3)
  • 10g Salz
  • Vanille
  • Zitronenabrieb
  • gekaufte Mohnfülle/Nussfülle (2 für die oben beschriebene Menge)
ZuBereitung:

Für den Vorteig werden 180ml Milch erwärmt (lauwarm) und darin 60g Germ, sowie ein EL Zucker aufgelöst. Danach 330g des Mehl in die Masse sieben und vorsichtig unterrühren. Der Vorteig wird nun 30 Minuten abgedeckt gehen gelassen.

Für den Hauptteig wird das restliche Mehl mit der restlichen lauwarmen Milch, der flüssigen Butter, sowie dem Ei-Dotter und den Gewürzen gemeinsam mit dem Vorteig gut verknetet und zu 2 etwa gleich großen Kugeln geformt. Den Teig zum Reifen 20 Minuten auf der Arbeitsfläche, mit einem feuchten Geschirrtuch abgedeckt, ruhen lassen.

1 Kugel reicht nun für einen Striezel. Dafür mit etwas Mehl eine Kugel zu einem Rechteck ausrollen. Die Fülle nach Packungsanleitung anrühren und auf den unteren 4/5 des Teiges aufstreichen. Nun das bestrichene Rechteck, der langen Seite nach aufrollen. Nun die Rolle der Länge nach halbieren, sodass 2 lange Stränge mit je einer offenen Seite auf der Arbeitsfläche liegen.

Die beiden Stränge werden nun geflochten (einfach immer abwechselnd übereinander legen). Besonders wird der Striezel, wenn ich darauf achtet, dass die „offene“ Strangseite nach oben zeigt. Gleich mit der zweiten Teigkugel verfahren.

Der Backofen wird auf 175°C Umluft vorgeheizt und eine kleine feuerfeste Wasserschale (Backform) vorbereitet und auf den Boden des Ofens gestellt.

Die fertigen Zöpfe werden nun noch mit Ei bestrichen. Wer ein kleines Schleckermaul ist, kann nun noch etwas Hagelzucker auf die Striezel geben. Die geflochtenen Zöpfe werden nun für ca. 30 Minuten gebacken.

Mahlzeit

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