Kürbis Linsen Aufstrich und die Sache mit den Hülsenfrüchten
Wenn es eines gibt in meinem Leben, auf das ich sehr gut verzichten kann, dann sind es Hülsenfrüchte – dachte ich zumindest immer. Über die Zeit habe ich ein gewisses Kindheitstrauma überwinden können und gelernt, dass Hülsenfrüchte gar nicht unbedingt feindlich gesinnt sind. In diesem Kürbis Linsen Aufstrich vereinen sie sich sogar zu etwas äußerst schmackhaften, dass sich wunderbar für den Office-Snack, das Frühstück oder einfach zum Abendbrot eignet.
Eigentlich ist es sogar ziemlich vermessen von mir, zu behaupten, dass ich keine Hülsenfrüchte mag, denn neben bekannten Vertretern, wie Bohnen, Linsen und Kichererbsen, gehören auch Zuckerschoten, Erbsen und sogar Erdnüsse zu der Gattung. Eine bunte Mischung eben, die man nicht unterschätzen sollte. Faktisch handelt es sich auch gar nicht um Früchte, sondern um Pflanzensamen, welche in einer Hülse heranreifen.
Linsen haben es in sich
Eines sollte an dieser Stelle klar sein, für den Aufstrich braucht man Linsen. Falls es euch so wie mir in frühester Kindheit geht, und ihr könnt mit dieser Art von Hülsenfrüchten so rein gar nichts anfangen, dann könnt ihr sie in diesem Rezept auch einfach mit Kichererbsen ersetzen. Dann müsst ihr ihn einfach nur als Kürbis-Hummus betiteln und der Kürbis Linsen Aufstrich bleibt für diejenigen, die einen Fetisch für die kleinen kraftvollen Proteinbomben haben.
Habt ihr euch eigentlich schon einmal gefragt, was Linsen sind? Tatsächlich gibt es Linsenarten, welche als eine der ersten bekannten Pflanzen der Welt gehandhabt werden. Sie stammen ursprünglich aus dem arabischen Raum und waren beziehungsweise werden dort als absolutes Grundnahrungsmittel gehandelt. Weltweiter Vorreiter in Sache bekannte Gerichte mit Linsen ist das aus Indien stammende Linsen Dal (eine Art Curry aus roten Linsen). Auch im türkischen Raum gibt es viele Rezeptvariationen für Linsensuppe.
Es gibt eine ganze Menge an verschiedenen Linsensorten und jede hat andere Vorzüge:
- Gelbe Linsen: Diese sind mittelgroß und sehr stärkehaltig. Dies führt auch dazu, dass sie beim Kochen fast vollständig zerfallen.
- Rote Linsen: Eine sehr kleine Sorte, welche geschmacklich viel zu bieten hat. Ebenso wie die gelben zerfallen sie allerdings beim Kochen sehr leicht.
- Braune Linsen: Diese sind wieder etwas größer, mit kräftigem Geschmack und cremigem Biss. Vor allem im europäischen Raum ist dies wohl als die Hausmannskost-Linse zu sehen.
- Grüne Linsen: Hierbei handelt es sich um eine kleinere Sorte, welche einen festen Biss bietet.
- Schwarze Belugalinsen: Farblich auf jeden Fall ein Highlight, hat die Belugalinse auch geschmacklich die Nase vorne. Weiters behalten sie beim Kochen ihre Form und werden gerne als Beilage zu weißem Fisch serviert.
Kürbis Linsen Aufstrich | Hummus kann jeder
Gang: Rezept4
Portionen45
MinutenZutaten
250g Kürbis
100g Linsen (aus der Dose)
150ml Wasser
40ml Olivenöl
Saft einer Zitrone
1 Knoblauchzehe
Currypulver, Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer
Anweisungen
- Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Den Kürbis entkernen und in grobe Stücke schneiden. Auf einem Backblech verteilen. Die Linsen aus der Dose gießen und abwaschen. Anschließend diese in eine Auflaufform füllen und beides etwa 20 Minuten im Ofen garen beziehungsweise knusprig werden lassen.
- Kürbis und Linsen auskühlen lassen und gemeinsam mit den übrigen Zutaten in ein hohes Gefäß füllen. Mit einem Pürierstab vorsichtig in einen Aufstrich angenehmer Konsistenz verwandeln. Eventuell hierfür noch etwas mehr Flüssigkeit (Wasser) zufügen.
Und was machen wir nun mit dem Kürbis Linsen Aufstrich
Vorbereitung ist die halbe Miete und das zählt definitiv auch für diese kleine Köstlichkeit. Und mit dem Kürbis Linsen Aufstrich, könnt ihr beim nächsten Brunch gar nichts falsch machen. Einmal zubereitet lässt sich die Mischung ohne Probleme 3-5 Tage im Kühlschrank lagern. An dieser Stelle kommt allerdings auch ein kleiner Geheimtipp ins Spiel: der Tiefkühler ist euer Freund. Füllt den Aufstrich in eine geeignete Box, bedeckt ihn mit Olivenöl und friert ihn ein. So hält er euch locker 3 Monate. Einfach am Vorabend im Kühlschrank auftauen lassen und kurz vor Verwendung noch einmal glatt rühren.
