Ofenkürbis – Jetzt noch?
2023 ist Vergangenheit und wir durften 2024 begrüßen. Noch zu früh um Meinungen über das Jahr zu haben, aber nicht zu spät für Kürbis – in diesem Fall hier als Ofenkürbis dargebracht. Falls ihr euch jetzt fragt: Kürbis? Jetzt noch? Lautet meine Devise ganz klar: Natürlich, warum nicht. Selbst meine Mama hat ihre eigenen Ernte erst letze Woche aufgebraucht. Und im Supermarkt findet man noch jede Menge davon. Wäre schade wenn der Kürbis jetzt nicht aufgebraucht werden würde.
Falls ihr noch Reste übrig habt, dann könnt ihr bei diesem Rezept auch problemlos in den Sorten mischen. Solltet ihr der Meinung sein, von dem orangenen Gemüse hatte ich in 2023 bereits mehr als genug, dann eignen sich auch Karotten, Pastinaken und Petersilienwurzeln hervorragend als Ersatz für den Kürbis.
Foodpairing – hier gehts um Geschmack
Unter Foodpairing versteht man das Kombinieren von Zutaten, welche aufgrund ihrer chemischen Basis besonders gut zusammenpassen. Bekannt wurde der Ansatz durch den Gastronomen Heston Blumenthal im Jahre 1992 (also sogar noch 2 Jahre vor meinem Erscheinen auf dem Planeten). Schenkt man ihm glauben, so ist es essentiell, dass harmonische Kombinationen das selbe Schlüsselaroma aufweisen. Als Faustregel kann man hier festhalten: Je verwandter zwei Aromen sind, desto besser passen sie zueianander.
Nehmt euch ein paar Minuten Zeit und sieht euch mittels folgendem Link an, zu was Kürbis besonders gut passt. https://cookin.eu/flavour-pairing/food-pairing-kuerbis-2/ Schnell wird euch klar werden, dass nahezu alle der Hauptbestandteile dieses Gerichts in der Anlistung zu finden sind und das hat einen einfachen Grund: So schmeckt der Ofenkürbis einfach fantastisch.
Ofenkürbis – so schmeckts noch besser:
Bei Gerichten kommt es nicht nur auf den richtigen Geschmack, sondern auch die passende Konsistenz an. Deshalb ist es immer auch ratsam, etwas Knackiges beziehungsweise Knuspriges auf dem Teller anzubieten. Bei diesem Ofenkürbis mit Blauschimmel und Radicchio kann dieser Part hervorragend von Kürbiskernen übernommen werden.
Ihr müsst dafür nicht mal welche kaufen, denn es gibt auch noch einen ganz natürlichen Weg, um an die kleinen knackigen Dinger zu gelangen. Einfach beim Entfernen des Fruchtfleisches die Kerne separieren, etwas abtrocknen und dann für ca. 20 Minuten bei 170°C Ober- und Unterhitze im Backofen von beiden Seiten rösten. Kurz abkühlen lassen und anschließend mit einem Nudelholz über die Kerne rollen, so dass die Schale aufbricht und ihr sie von den tatsächlichen Kernen trennen könnt.
Ofenkürbis Kitchenlover
4
Portionen30
MinutenZutaten
1 kg Kürbis (egal welche Sorte)
etwas Olivenöl
2 EL Honig
etwas Muskat
Thymian1 kleiner Radicchio
1/2 Zitrone
2 EL Apfelessig
150 Blauschimmelkäse
2 EL Kürbiskerne (geröstet)Salz, Pfeffer
Anweisungen
- Das Backrohr auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheitzen. Den Kürbis waschen, halbieren und entkernen. Anschließend in Scheiben oder gröbere Stücke schneiden. Diese mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, Muskat und Thymian marinieren und auf einem Backblech ca. 30 Minuten backen.
- Den Radicchio putzen, den Strunk anschließend heraustrennen und die Blätter in mundgerechte Stücke zupfen. Anschließend diese in lauwarmen Wasser waschen und trocken tupfen. Den Salat mit Essig, Honig, dem Saft und Abrieb der Zitrone und Salz und Pfeffer marinieren.
- Den Kürbis aus dem Ofen geben und kurz abkühlen lassen. Auf Tellern anrichten, den marinierten Salat darauf verteilen und mit Blauschimmelkäse und den Kürbiskernen toppen.
Wer mag, kann sich etwas mehr Dressing anrühren und es gemeinsam mit etwas Honig oder Thymian über seinem Ofenkürbis verteilen.
