Süppchen von der Topinambur (Indianer Knolle) – oder Suppe hinter Gittern.

Jetzt mal Hand aufs Herz. Wer von euch kennt eigentlich Topinambur? Für mich ein Gemüse, dass ich bis vor einigen Jahren gar nicht wahr genommen habe. Mama hats tatsächlich sogar mal im Garten vor zig Jahren angebaut und ich habs nur als Unkraut abgetan. Dann durch Carsten hab ich viele Dinge wieder entdeckt unter anderem auch die Erdbirne. Ich finde besonders gut kann man die Topinambur vom Aussehen her als Mischung aus Kartoffel und Ingwer beschreiben. Zumeist klein und knubbelig. Tatsächlich wurde die Wurzel während des Weltkrieges als Kartoffel-Ersatz in großen Mengen konsummiert, wurde allerdings nach einiger Zeit, vielleicht auch wegen der unschönen Erinnerungen vom Speiseplan vieler verbannt. Sehr schade.

Hier mal ein Bild, damit alle Bescheid wissen, wovon wir eigentlich reden 🙂

Die Knollen sind ballaststoffreich, was die Verdauung anregt, sowie reich an Vitamin B und Inulin, was anders als bei Stärke den Blutzuckerspiegel von Diabetikern nicht beeinflusst. Außerdem werden sie gerne als kohlenhydratarme Version der Kartoffel in der lowcarb-Ernährung eingesetzt. Obwohl sie Erdäpfeln recht ähnlich sind, ist ihre Verwendung doch sehr unterschiedlich. Schälen muss man sie nicht. Und auch zum Kochen eignen sie sich nur bedingt, da dadurch viel von dem zarten Aroma eingebüßt wird. Braten bzw. Frittieren lassen sie sich dafür umso besser. Auch roh gehobelt (fein) oder geraspelt eignen sie sich perfekt als Salat. Und wie es der Zufall will, kann man die Knolle auch wunderbar in ein schmackhaftes Süppchen verwandeln.

Zutaten für 4:

  • 600g Topinambur
  • 250ml Schlagsahne
  • 1l Gemüsebrühe
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 weiße Zwiebel
  • Salz, Pfeffer, Rosmarin, Liebstöckel, Muskat
  • 3 EL Olivenöl
  • etwas Zitronensaft
  • 120ml Wasser
  • 120ml neutrales Öl
  • 27g Mehl
  • ggf Lebensmittelfarbe

Zubereitung:

Die Zwiebel und den Knoblauch klein hacken und im Olivenöl in einem Topf anschwitzen. Die Topinambur brauchen nicht geschält zu werden, deshalb einfach in Stücke schneiden und kurz mitbraten. Mit Salz, Pfeffer, Rosmarin, Liebstöckel und Muskat (je nach eurem Geschmack) würzen.

Das Gemüse mit der Brühe aufgießen und bei mittlerer Hitze für etwa 20 Minuten köcheln lassen. Anschließend die Suppe mit einem Mixstab pürieren (durch ein Sieb müsst ihr sie nicht extra noch streichen). Die Schlagsahne hinzugeben und noch einmal abschmecken.

Für die Korallenhippe werden das Wasser (am besten kalt), das Öl und das Mehl zu einem Teig verrührt. Je nach Lust und Laune mit Speisefarbe (wir nehmen am liebsten Gel-Farben) adeln. Eine Pfanne aufstellen und heiß werden lassen. So viel des Teiges einfülllen, dass der Boden knapp bedeckt ist, und dann heißts warten. Während des Bratvorgangs verdampft das Wasser und durch das Öl frittiert der Teig (so entstehen die charakteristischen Hohlräume). Wenn ihr merkt, dass die Hippen fest werden, einfach das frei gewordene Öl in der Pfanne einmal auskippen und die Hippe bei niedriger Temperatur weiter backen lassen. Kann man sie aus der Pfanne lösen, kurz umdrehen, noch einmal von der anderen Seite für ein paar Sekunden backen und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.

Die feinen Strukturen haben schon etwas Faszinierendes.

Wer gerne noch etwas mehr zum Knuspern hat, kann feine Scheiben der Topinambur (ganz fein hobeln) in etwas Öl frittieren und anschließend mit etwas Pommesgewürz abschmecken.

Optisch auf jeden Fall ein Hingucker – oder?

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