White Cake – in Django Unchained weiß man eben, welcher Kuchen gut schmeckt

Quentin Tarantino ist ja in seinem Genre dafür bekannt, immer wieder Kassenschlager zu produzieren und die Massen wie verrückt ins Kino zu winken. Auch damals bei Django Unchained wollte ich mir das Spektakel nicht entgehen lassen und bin mit Carsten (das war übrigens unser erster gemeinsamer Kino-Besuch) und einem ehemaligen WG-Mitbewohner von ihm zu den Kinokassen gepilgert. Am Ende musste ich den Film, der natürlich (ganz Tarantino-Style), mit viel Bumbum aufwartet erst mal ein wenig Sacken lassen, googelte aber als ich zuhause war direkt nach einem Rezept für einen White Cake, welcher in einer Szene zwischen Christoph Waltz und Mr. DiCaprio, ins rechte Licht gerückt wurde.

Fazit ich würde, wenn mir Leonardo ein Stückchen Torte anbietet, definitiv nicht nein sagen (egal wie unsympathisch seine Rolle ist). Inhaltlich dreht sich in dem Film alles um die Befreiung des schwarzen Sklaven Django durch den deutschen ehemaligen Zahnarzt und nunmehr Kopfgeldjäher Dr. Schultz. Django soll diesem helfen, drei gesuchte Ganster aufzuspüren. Im Gegenzug will Dr. Schultz ihm bei der Befreiung seiner verschleppten Frau unter die Arme zu greifen.

Bei dem eben schon angepriesenen White Cake handelt es sich, der Name verrät es ja schon deutlich, um einen sehr hellen Rührteig, welcher mit einem weißen Vanille-Frosting gefüllt bzw. eingestrichen wird. Es handelt sich um einen wahren amerikanischen Kuchen-Klassiker, welcher vor allem in den Südstaaten großen Beliebtheitswert hat. Zumeist erhält der White Cake, seine charakteristische Färbung, da (nahezu) kein Eigelb verarbeitet wird. Mit einem geizt diese Art der Torte (auch sehr amerikanisch) aber auf keinen Fall: Kalorien 😂.

Zutaten für eine 24er Form:

  • 300ml Buttermilch
  • 3 Eiweiß
  • 2 ganze Eier
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Fläschen Bittermandel-Aroma
  • 170g Zucker
  • 4 TL Backpulver
  • 70g weiche Butter
  • 130g weiches Pflanzenfett
  • 1 Vanilleschote
  • 40g Speisestärke
  • 500ml kalte Milch
  • 160g Puderzucker
  • 180g Butter
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

Zuerst werden die drei Eiweiß mit einer Prise Salz und 85g Zucker steif geschlagen. In der zwischenzeit werden 70g Butter mit 130g Pflanzenfett, 85g Zucker, dem Mark einer halben Vanilleschote, Mandel-Aroma und dem Vanillezucker schaumig geschlagen. Nun die 2 ganzen Eier einrühren, sodass eine homogene Masse entsteht.

Denk Backofen auf 175°C Umluft vorheizen.

250g Mehl, 70g Speisestärke und das Backpulver werden in einer Schüssel mit einem Schneebesen vermischt und danach abwechselnd mit den 300ml Buttermilch unter die Butter-Eier-Masse gerührt. Zu guter Letzt, wird noch der Eischnee vorsichtig unter die Masse gehoben.

Die Springform gut einfetten (ich schwöre mittlerweile auf Backtrennspray) und den Kuchenteig vorsichtig einfüllen. Den Teig für ca. 30 Minuten (Stäbchenprobe) backen.

In der Zwischenzeit kann man sich bereits dem Frosting widmen. Hierfür werden 40g Speisestärke, das Mark einer halben Vanilleschote und eine Prise Salz mit 8 EL Milch glatt gerührt (bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind). Die restliche Milch wird in einem Topf erhitzt (bis sie kurz vor dem Kochen ist) und die Speisestärke-Mischung anschließend einrühren. Unter ständigem Rühren wird diese Mischung nun aufgekocht und eine Art Pudding entsteht. Diese Creme nun vom Herd nehmen und abkühlen lassen (gleiches geschieht mit dem Kuchen).

Für das Frosting werden 180g Butter aufgeschlagen und anschließend nach und nach 160g gesiebter Puderzucker hinzugegeben. Anschließend auf höchster Stufe das Ganze so lange aufschlagen, bis die Masse schön hell und luftig wirkt. Löffelweise die Puddingcreme hinzugeben und alles nochmals gut vermengen. (Sollte die Creme anschließend noch etwas weich sein, kann man sie für ein paar Minuten in den Kühlschrank packen).

Nun den Kuchen 2 mal horizontal teilen und Tortenboden und Creme schichten. Mit dem restlichen Frosting wird der Kuchen rundherum eingestrichen. Wir haben uns dazu entschieden, die White Cake mit vielen Himbeeren zu garnieren, da uns nach dem Kosten der Buttercreme klar war, dass für unseren europäischen Gaumen auf jeden Fall zu dem amerikanischen Fett mit Butter und Zucker-Konzept noch Frische bzw. Säure muss.

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