Zwetschken-Cheesecake: Fruchtig trifft cremig

Der heilige Gral der Cheesecakes

Es ist vollbracht. Das Geheimnis, des besten Cheesecakes on earth wurde gelöst. Für mich gab es bislang immer nur die Option Käsekuchen. Also quasi den Sandalenträger mit Socken unter den Cheesecakes. Ich fand die klassischen New York-Varianten mit Frischkäse immer viel zu viel. Zu viel Kalorien, zu viel an Kompaktheit zu viel Schwere. Doch dann stolperte ich über dieses Rezept und es war wie Liebe auf den ersten Blick für die Geschmacksnerven. Das beste an diesem Zwetschken-Cheesecake ist neben der fluffigen Creme definitiv auch der Boden. Endlich hat es einen Sinn, dass die Supermärkte mit Ende August, das Weihnachtssortiment in die Regale knallen und ich endlich meinen geliebten Spekulatius konsumieren kann.

Zwetschken oder Zwetschgen? Egal Hauptsache lecker

Zwetschken sind beim Backen wahre Wunderwaffen – ihre natürliche Süße gepaart mit einer dezenten Säure verleiht jedem Gebäck eine herrlich ausgewogene Geschmacksnote. Besonders beim Zwetschken-Cheesecake entfalten sie ihr volles Potenzial: Die cremige, leicht säuerliche Frische des Frischkäses harmoniert perfekt mit der fruchtigen Tiefe der Zwetschken. Ob als fruchtiges Topping, eingebacken im Teig oder als Kompott serviert, sorgen Zwetschken für eine saftige, aromatische Komponente, die den Cheesecake nicht nur geschmacklich bereichert, sondern ihm auch eine wunderbar herbstliche Note verleiht. So wird aus einem klassischen Dessert im Handumdrehen ein echter Genussmoment mit dem gewissen Etwas.

Zwetschken einkochen ist immer ein Highlight des Jahres für mich

Zwetschken zeichnen sich durch einige Besonderheiten aus, die sie besonders gut fürs Backen geeignet machen. Im Vergleich zu anderen Pflaumenarten haben Zwetschken ein festes Fruchtfleisch und eine dünnere Haut, was dazu führt, dass sie beim Erhitzen weniger zerfallen und ihre Form besser behalten. Dadurch eignen sie sich hervorragend für Kuchen, Tartes oder Strudel, bei denen eine schöne Fruchtstruktur gewünscht ist. Zudem besitzen Zwetschken eine ausgewogene Balance aus Süße und Säure, die beim Backen für eine angenehme Frische sorgt und den Geschmack von süßen Teigen oder cremigen Füllungen optimal ergänzt. Ein weiterer Vorteil ist ihr intensives Aroma, das beim Backen besonders zur Geltung kommt und Gerichte mit einer feinen, leicht herben Note bereichert. Nicht zuletzt sind Zwetschken durch ihren hohen Pektingehalt ideal, um natürliche Bindung und eine schöne Konsistenz in Kompotts oder Fruchtfüllungen zu erzielen, ohne dass zusätzliche Geliermittel notwendig sind. Dies ist auch mit ein Grund, warum es bei dem Fruchtspiegel des Zwetschken-Cheesecakes nur 3 Zutaten braucht: Das Obst, etwas Zucker und Speisestärke.

Zwetschken-Cheesecake – Das A und O

Grundvoraussetzung für einen wirklich gelungenen Kuchen ist immer der Boden. Um den perfekten Cheesecake-Boden mit Spekulatius hinzubekommen, ist das richtige Verhältnis und die richtige Verarbeitung der Zutaten entscheidend. Zunächst sollten die Spekulatius-Kekse fein zerbröselt werden – am besten in einer Küchenmaschine oder in einem Gefrierbeutel mit einem Nudelholz, damit keine groben Stücke bleiben. Für eine stabile, aber dennoch knusprige Basis mischt man die Brösel anschließend mit geschmolzener Butter. Die Butter sorgt dafür, dass die Krümel gut zusammenhalten, ohne zu matschig zu werden.

Der knusprige Boden bildet die Basis des Zwetschken-Cheesecake

Die Mischung wird dann gleichmäßig in eine Springform gedrückt – am besten mit einem Glasboden oder einem Löffel – und dabei auch an den Rand gedrückt, um einen schönen Rand zu formen. Anschließend sollte der Boden für mindestens 10–15 Minuten im Kühlschrank oder für 8–10 Minuten bei 160 °C im Ofen vorgebacken werden. Das Vorbacken sorgt dafür, dass der Boden fest wird und später nicht durchweicht, wenn die Cheesecake-Füllung darauf kommt. So erhält man einen aromatischen, knusprigen Spekulatius-Boden, der perfekt mit der cremigen Zwetschken-Cheesecake-Schicht harmoniert.

Zwetschken-Cheesecake: Fruchtig trifft cremig

Rezept von kitchenloverGang: Rezept
Portionen

12

Portionen
Zubereitungszeit

8

Minuten

Zutaten

  • 110g Spekulatius
    35g Butter
    1 Prise Salz

  • 600g Frischkäse
    130g Zucker
    20g Speisestärke
    1/2 TL Zimt
    1 Packung Vanillezucker
    2 Eier
    120g Schlagsahne

  • 350g Zwetschken (ohne Kern)
    10g Speisestärke
    2 EL Zucker
    etwas Rum-Aroma

  • Blätter, Zwetschken, gehackte Nüsse zum Dekorieren

Anweisungen

  • Das Backrohr auf 150 Grad Umluft vorheizen. Eine 18cm-Springform fetten und von außen gut den Boden mit Alufolie einkleiden. Die Kekse mit einem Hammer oder einer Küchenmaschine zerkleinern. Mit der flüssigen Butter und Salz vermischen und auf den Boden der Springform drücken. Am besten funktioniert dies mit einem geraden Glas-Boden. Anschließend den Boden für 10 Minuten backen.
  • Für die Creme 1/3 des Frischkäses mit 20g Zucker und 20g Speisestärke auf niedriger Stufe für etwa 3 Minuten vermengen. Anschließend den übrigen Frischkäse, sowie nach und nach die Eier einrühren. Zucker, Zimt und Vanillezucker beimengen. Nun die Sahne zur Zwetschken-Cheesecake-Masse geben und vermengen. Die Käsecreme auf den Boden gießen und den Kuchen in einem tiefen Blech, welches mit Wasser gefüllt wurde (ca. 2cm hoch) für etwa 1h 15 min backen. Den Kuchen am besten über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.
  • Für den Fruchtspiegel die Zwetschken klein schneiden und in einem Topf mit dem Zucker einkochen lassen. Nach Belieben Rum-Aroma hinzufügen. Wenn die Masse weich ist, diese pürieren und anschließend durch ein Sieb pürieren. Die Stärke nun mit 2 EL Wasser anrühren und unter Rühren für 2 Minuten mit der Zwetschkenmasse aufkochen lassen. Den Fruchtspiegel auf dem Cheesecake verteilen und nochmals für etwas 4h kaltstellen lassen.
  • Mit Blättern, Zwetschken und gehackten Nüssen garnieren.

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