Spiegeleier-Kekse… Auch zu Ostern darf man zu Plätzchen greifen

Ostern ist ja das Fest für alle Schokoholics. Vom Schoko-Hasen, über Nougat-Eier bis hin zu Marshmallow-Schäfchen – an Ostern haben die süßen Zähne Hochsaison. Wer genug von den immer gleichen Schoko-Mitbringseln hat, kann mit unserem Rezept für kreative und mindestens genauso gute Spiegeleier-Plätzchen bei Familie und Freunden bestimmt punkten. Gefüllt mit fruchtiger Marillen-Marmelade, werden die Kekse das Highlight im Oster-Nest.

Ein kleiner Einblick in meine Kindheit:

Kennt ihr das, manchmal hat man Erinnerungen, an frühere Momente und Erlebnisse, die einen ein Leben lang begleiten. Mir geht es so mit einem Osterfest, genauer gesagt mit einem Geschenk, dass ich vor vielen vielen Jahren, ich schätze ich war gerade in der Volksschule, erhalten habe. Es war der Ostersonntag und die kleine Steffi fetzte durch die ganze Wohnung, weil Mama erklärt hatte, dass der Osterhase ein Nest versteckt hat. Nach einer gefühlten Ewigkeit schweißtreibender Suche hab ich im Schuhschrank meine kleine Osterüberraschung gefunden. Es war nicht viel – ein paar Süßigkeiten und eine bunte Sammlung an Window-Colour-Farben (kennt man das heute überhaupt noch?). Der Clou: Es war eine spezielle Winnie Puhh-Collection. Soll heißen, exakt jene Farben, der Bewohner des Hundertmorgen-Waldes, inklusive vieler Vorlagen von dem tollpatischen Bären, dem ängstlichen rosa Ferkel, Tigger und Co.

Ich hatte so eine Freude mit dem Geschenk, dass ich die restlichen Osterferien nur noch am Schreibtisch hockte und eine Sammlung an Fensterbildern produzierte, dass selbst van Gogh mit dem noch übrig gebliebenen Ohr wackeln würde.

Die Zeit der Fenstermalerei ist nun mit knapp 30 vorbei – deshalb übe ich mich nun lieber auf der Sportmatte liegend im Kekse mit Zuckerguss bemalen. Ihr wollt euch auch daran versuchen? Das Rezept gibt es hier:

Zutaten für etwa 30 Stück:

  • 65g kalte Butter
  • 100g Mehl
  • 35g Staubzucker
  • 1 Ei
  • Abrieb 1/2 Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • Marillen-Marmelade zum Füllen

Für die Glasur:

  • 1 Eiweiß
  • 200g Puderzucker
Durch die Zuckerglasur sehen sie tatsächlich aus, wie kleine Speigeleier

So gelingts:

Für den Teig Butter, Mehl, Staubzucker, das Ei, den Abrieb einer halben Zitrone und das Salz zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Anschließend in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen in der Zwischenzeit auf 160°C Umluft vorheizen. Nun mit einem Nudelholz den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche ca. 3mm dünn ausrollen und mit einem Keks-Ausstecher in Eiform die Plätzchen ausstechen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und jeweils bei der Hälfte der Kekse in der Mitte ein rundes Loch mit einem kleinen Ausstecher formen.

Die Kekse für etwa 8 Minuten goldgelb backen und anschließend auskühlen lassen. Währenddessen aus dem Eiweiß und dem Puderzucker eine Glasur herstellen und in einen Spritzbeutel mit sehr kleiner Tülle füllen. Nun die “gelochten” Kekse vorsichtig mit der Glasur bespritzen (am besten zuerst die Ränder nach ziehen und danach die restliche Oberfläche mit dem Frosting ausfüllen).

Die glasierten Keks-Oberteile nun für mindestens 2 Stunden (am besten im Kühlschrank) trocknen lassen. Anschließend jeweils etwas Marillenmarmelade (zuvor die Marmelade glatt rühren) auf ein Keks-Unterteil geben und einen glasierten Oberteil darauf setzen.

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