Chili sin carne – Unser kulinarischer Ausflug in die vegane Küche

Chili con carne ist für mich ein echter Eintopf-Klassiker. Ich kann mich kaum daran erinnern, dass es diesen Tex-Mex-Allrounder bei uns zu Hause in meinem Kindheitstagen oft gegeben hat. Der Grund dafür liegt, bei längerer Überlegung klar auf der Hand. Ich habe Bohnen in jeglicher Art und Weise gehasst. Diese intensive Abneigung gegen gewisse Lebensmittel hat sich mittlerweile zum Glück gelegt und so ess ich nun auch in Maßen Dinge, die ich noch vor 20 Jahren nicht einmal mit Schutzhandschuhen angerührt hätte. Bohnen wurden von mir Recht früh, quasi zum Staatsfeind Nummer 1 erklärt.

Mittlerweile weiß ich die Hülsenfrüchte durchaus zu schätzen, und so haben wir uns dazu entschieden, auch mal wieder ein Chili zu kochen. Aber Achtung – dieses Mal ohne Fleisch. Ich muss gestehen, von der veganen Küche verstehe ich nicht unbedingt sehr viel und ich hab mich deshalb an Manuela und Thomas von „tastymoments“ gewandt, welches Produkt aus Soja, sie für ein Chili empfehlen würden. Das Sojagranulat hab ich auf dem Nachhauseweg besorgt und der Rest befand sich quasi in unserer Vorratskammer. Damit nicht nahezu alle Bestandteile des Chili sin Carne (also ohne Fleisch) aus der Dose kommen, haben wir noch frische Tomaten aus unserem Garten und selbst angebaute, und mit Liebe groß gezogenen, Pfefferonis rein geschnibbelt. Ein bisschen Gewürz, köcheln lassen und dann folgte der große Geschmackstest.

Chili sin Carne

Rein optisch hatte mich das Chili ja schon überzeugt. Ich finde, wenn man´s nicht weiß, kommt man auch nicht so schnell auf die Idee, dass in unserem Eintopf gar kein Fleisch ist. So – rein mit dem Löffel in das Bohnen-Mais-Soja-Tomaten-Gemisch… und was soll ich sagen? ES SCHMECKT! Und zwar nicht nur so lala, sondern wirklich unfassbar gut. Meiner Meinung nach (Carsten hat´s bestätigt) fast kein Unterschied. Für uns wird das Chili vermutlich öfter in dieser veganen Form auf den Tisch kommen. Warum nicht Fleisch einsparen, wenn´s dann auch noch so gut dabei schmeckt.

Zutaten (für 4 Personen):
  • 120g Sojagranulat
  • 1 große rote Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • 1 Dose Mais
  • 1 Dose Kidney Bohnen
  • 2 mittelscharfe Pfefferoni
  • 3 – 4 Fleischtomaten
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 2 TL Tomatenflocken
  • 2 EL geräuchertes Paprikapulver
  • Chilipulver (je nach gewünschter Schärfe)
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz, Pfeffer
  • Öl zum Anbraten
ZuBereitung:

Das Sojagranulat wird gem. Packungsanleitung eingeweicht (wir geben hier gern noch etwas Gemüsebrühe hinzu). Derweilen die Zwiebel und den Knoblauch klein schneiden.

Nun den Kreuzkümmel, die Tomatenflocken, das Paprikapulver und den Lorbeer in etwas Öl anrösten (Dadurch können sich die Inhaltsstoffe und Aromen noch besser entfalten). Die Zwiebel- und Knoblauchwürfel mitrösten und mit den klein geschnittenen Tomaten, Pfefferonis und den Tomaten aus der Dose auffüllen. Mais und Kidneybohnen zufügen und köcheln lassen.

Das Sojagranulat abgießen und zum Eintopf hinzufügen. Nun solange köcheln lassen, bis etwas Flüssigkeit verdunstet ist und das Chili eine angenehme Konsistenz erreicht hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Je nach gewünschtem Schärfegrad nun mit Chilipulver verfeinern.

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