Toskanischer Apfelkuchen – wie eine spontane Idee mich drei Kuchen backen ließ

Toskanischer Apfelkuchen, von der Schnapsidee zur Obsession

Wenn ich mich spät nächtens mit Menschen unterhalte, entstehen meist die besten Ideen. Neulich habe ich jemandem weit nach Mitternacht mitgeteilt, dass ich morgen noch einen Kuchen backen muss und kurzerhand hatte ich die Inspiration zu diesem toskanischen Apfelkuchen auf meinem Display. Das beste an der Story ist allerdings die Tatsache, dass besagte Person diesen Kuchen seit 10 Jahren gerne mal machen wollte (die Prokastination winkt an dieser Stelle schelmisch aus dem Küchenschrank) und ich nun in 6 Tagen, diesen wahr gewordenen Traum von saftiger Kuchigkeit drei Mal ins Rohr geschoben habe. Man sieht ich war bereits nach dem ersten Versuch sehr beeindruckt; habe aber dennoch die ein oder andere Anpassung vorgenommen, um euch den Schmackofatz-Moment auf die Zunge zu zaubern. An dieser Stelle sollte aber definitiv noch ein Shoutout Platz finden, an die Person, die ihrer Verschieberritis freien Lauf gelassen hat und mir dadurch zu dem Rezept verholfen hat – besten Dank!

Bevor ihr darüber ins Grübeln geratet, ob ihr den Toskanischen Apfelkuchen auch backen solltet, möchte ich euch zwei Dinge mitgeben:

  1. Dieser Kuchen ist wirklich ein Rezept, dass jeder umsetzen kann. Die Zutaten für den Teig werden einfach nur vermengt und mit dem Äpfel schneiden sollten auch wirklich ungeübte Bäcker klar kommen.
  2. Der Toskanische Apfelkuchen bietet ganz viele Variationsmöglichkeiten. Wenn euch die Lust packt und ihr lieber Birnen verwendet möchtet, dann tut dies. Pinienkerne sind nicht euer Ding? Kein Problem, wie steht ihr zu Walnüssen oder vielleicht Pekannüssen. Auch ein Mix aus Pinienkernen und Mandelsplitter eignet sich meiner Meinung nach als gute Alternative zum Rezept, wie ihr es unten findet.

Toskanischer Apfelkuchen – Das saftige Obst ist der Star

Der Apfel, eine der ältesten kultivierten Früchte der Welt, hat seinen Ursprung in den Gebirgen Zentralasiens, insbesondere in Kasachstan – hättet ihr gedacht, dass es sich kontinental gesehen quasi um den Bruder der Frühlingsrolle handelt? Von dort aus verbreitete er sich über Eurasien und wurde bereits in der Antike als Nahrungsmittel geschätzt. Heute sind über 20.000 Apfelsorten bekannt, die sich in Geschmack, Farbe und Größe unterscheiden.

Zu den beliebtesten Sorten zählen der saftige „Jonagold“, der süß-säuerliche „Boskoop“ und der knackige „Elstar“. Äpfel eignen sich nicht nur zum Frischverzehr, sondern auch zur Herstellung von Saft, Apfelmus oder Kuchen. Insbesondere Sorten wie der „Granny Smith“ sind ideal für herzhafte Gerichte, während der „Cox Orange“ als Dessertapfel gilt.

Um Äpfel optimal zu lagern, sollten sie kühl und dunkel aufbewahrt werden, idealerweise bei 3-5 °C. Sie halten sich so mehrere Wochen frisch. Ein Geheimtipp ist, Äpfel in einer Papiertüte zusammen mit einer reifen Banane zu lagern, da das Ethylen der Banane den Reifungsprozess beschleunigt und die restlichen Äpfel länger frisch bleibt.

Kurzum der Apfel hat so viel zu bieten, dass er natürlich auch nicht im toskanischen Apfelkuchen fehlen darf (logisch – ansonst würde es ja auch Aprikosen- oder Quittenkuchen heißen).

Toskanischer Apfelkuchen – wie eine spontane Idee mich drei Kuchen backen lies

Gang: Rezept
Portionen

12

Portionen
Zubereitungszeit

1

Stunde 

30

Minuten

Zutaten

  • 800g säuerliche Äpfel
    200g Mehl (glatt)
    200g feiner Kristallzucker
    3 Eier
    1 Zitrone
    1/2 Päckchen Backpulver
    Prise Salz, Zimt, Nelkenpulver
    100g flüssige Butter
    5 EL Olivenöl
    1/2 Vanilleschote
    1/4 Fläschchen Mandelaroma

  • 4 EL geröstete Pinienkerne

  • 20g Kristallzucker
    Butter oder Trennspray zum Einfetten der Form

Anweisungen

  • Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorwärmen. Die runde Springform (28 cm Durchmesser) einfetten. Die Schale der Zitrone abreiben und den Saft auspressen. Die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Apfelwürfel in einer Schale mit dem Zitronensaft, Nelke und Zimt vermischen.
  • Die Eier gemeinsam mit dem Zucker in einer Schüssel mit dem Handrührgerät kräftig 5 Minuten aufschlagen, bis sich eine luftige Masse gebildet hat. Zitronenabrieb und das Mark der Vanille hinzugeben. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit der flüssigen Butter und dem Mandelaroma zu der Eiermasse geben und unterrühren. Am Ende das Olivenöl untermengen.
  • Den Teig in die Springform füllen. Die Apfelwürfel gleichmäßig darauf verteilen und darauf die Pinienkerne. Den Kuchen für 40-45 Minuten backen. Achtet auf die Stäbchenprobe, ob der Kuchen fertig ist.

Wie behandelt man einen toskanischen Apfelkuchen richtig?

Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass euch der Kuchen nicht sofort aus den Händen gerissen wird, ist das auch kein Problem, denn am zweiten oder dritten Tag ist das Geschmackserlebnis mindestens genau so gut, wie frisch aus dem Ofen.

Perfekt passt auch eine schöne Kugel Vanille- oder Mandeleis zum lauwarmen Stück Kuchenglück. Habt ihr den Kuchen zum Beispiel am Vortrag gebacken und möchtet ihn euren Gästen servieren, dann spricht auch überhaupt nichts dagegen, diesen noch einmal kurz in den vorgeheizten Backofen zu platzieren, um dieses wohlig warme „frisch aus dem Ofen-Feeling“ zu imitieren.

Egal ob mit oder ohne Sahne ein Genuss

Fazit zum Rezept Toskanischer Apfelkuchen: Leute mal ganz ehrlich, wenn jeder, der dieses Prachtexemplar probiert hat, danach mit Krümeln in den Mundwinkeln bei mir stand, und gelobt hat, wie fantastisch dieses Rezept ist (nein ich habe hierfür niemanden bestochen), dann muss an dieser Genialität doch tatsächlich etwas dran sein. Lasst euch auf eine Reise in eine bezaubernde Region Italiens ein (auch wenn ich noch nicht dort war, kann ich mir vorstellen, dass es wunderschön ist) und genießt den Moment, in dem die Kalorien auf eure Hüften wandern.

Falls ihr jetzt im Apfelkuchenfieber seid, dann kann ich euch folgendes Rezept auch noch ans Herz legen:

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